Das Naturschutzgebiet wurde 1997 ausgewiesen. Ziel ist, die letzten Überreste der seltenen und überall rückläufigen Auenwälder zu erhalten. Die Betreuung des Gebiets wird von der Stadt Straßburg übernommen.

Sie finden hier die Geschichte der Ausweisung des Naturschutzgebiets.

 

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grebeDefinition eines Naturschutzgebiets

Die Naturschutzgebiete sind Gebiete, in denen besondere, schützenswerte Tiere, Pflanzen, Biotope aber auch Fossilien vorkommen. Es handelt sich um ganz besondere Gebiete, die ihre eigene Geschichte haben.

Die Naturschutzgebiete können unterschiedlich groß sein, das kleinste Gebiet in Frankreich ist das Naturschutzgebiet Saint Nicolas des Glénan (1.5ha) und das größte die „Réserve de Nouragues“ (100000 ha, Französisch Guyana).

Die Lebensräume, die geschützt werden, sind sehr unterschiedlich, es kann sich um Seen, Sümpfe, Moore, Flüsse, Wälder, Wiesen … usw. handeln.

Weitere Informationen zu den französischen Naturschutzgebieten finden Sie hier: www.reserves-naturelles.org

Geschichte der Ausweisung des Naturschutzgebiets „Ile du Rohrschollen“

Ab 1965 machen sich sowohl Wissenschaftler, Vereine als auch die Einwohner Gedanken um die Zukunft der elsässischen Auenwälder. Diese sind den Folgen der Kanalisierung des Flusses ausgesetzt, wodurch die Waldflächen nach und nach kleiner werden. Diese besonderen Ökosysteme sind das Überbleibsel der Rheinauenwälder wie man sie vor den Ausbauarbeiten am Rhein kannte. Derartige Feuchtgebiete sind von ökologischem Standpunkt aus besonders interessant aufgrund ihres Seltenheitswerts, ihrer biologischen Vielfalt und ihres Artenreichtums. Diese Natur muss erhalten werden: Die Ausweisung als Naturschutzgebiet ist eine logische Folge dieser Feststellung.

1977 bittet der Gemeinderat der Stadt Straßburg den Präfekten darum, das Naturschutzgesetz vom 10. Juli 1977 für den Rohrschollen anzuwenden. Die tatsächliche Ausweisung findet erst 20 Jahre später durch einen ministeriellen Erlass vom 4. März 1997 (den Erlass downloaden) statt. Der Präfekt des Departements Bas-Rhin ernannte die Stadt Straßburg als Schutzgebietsbetreuer, die für diese Aufgabe ein Team innerhalb des Referats für Naturschutz- und Grünanlagen anstellte.

Ein beratendes Gremium, dessen Vorsitz der Präfekt hat, vertritt alle Partner (Gebietskörperschaften, Eigentümer, Verwaltungen, öffentliche Institutionen, Wissenschaftler und Naturschutzvereine). Dieses Gremium trifft alle Entscheidungen hinsichtlich der Betreuung und Verwaltung des Gebiets.

Zur Durchführung der Studien innerhalb des Naturschutzgebiets versammelt sich das Gremium regelmäßig um die Relevanz der Protokolle zu überprüfen (die Verordnung hinsichtlich der Zusammensetzung des CSRPN downloaden).

Fotos:
Haubentaucher © Sylvain HELLIO
Ulmen-Zipfelfalter © Camille HELLIO
Ringelnatter © Jean-Pierre VACHER